Zauberpilze

2. September 2015 um 06:52

Im vierten Teil meiner Drogeninfo-Reihe will ich mich eingehend mit den Psilocybinpilzen und deren psychedelischen Inhaltsstoffen beschäftigen. Die Psilocybin bzw. Psilocin enthaltenden Pilze wachsen weltweit, und auch in unseren Gefilden finden sich viele Zauberpilze, die sich abhängig von Gattung und Art vom Sommer bis in den späten Herbst an ihren Standorten blicken lassen. Das Irrsinnige: Selbst die bei uns heimischen Zauberpilze sind dem Hexenhammer der Drogenprohibition zum Opfer gefallen, das heißt: Das Aufsammeln, Mitnehmen, Lagern, Besitzen, Zubereiten etc. ist komplett illegalisiert, obgleich diese Gewächse zur Flora unserer Heimat gehören. Der Fliegenpilz, um den es in dieser Info nicht gehen wird, ist übrigens nicht verboten. Er enthält auch kein Psilocybin oder Psilocin, sondern Ibotensäure und Muscimol. Beide Stoffe unterliegen nicht den Bestimmungen des BtMG. Auf ins Land der Pilze und Narrenschwämme!

MDMA-Adam, Ecstasy, XTC, Emma

1. Juli 2015 um 06:17

(12) MDMAIm dritten Teil unserer Drogeninfo-Serie besprechen wir eine Substanz, die seit Jahrzehnten sowohl innerhalb der Partyszene, als  auch in der psychonautischen Bewegung konsumiert wird und immer wieder in die Schlagzeilen der Szene-, aber auch der Mainstream-Medien gerät. Besonders wichtig in Bezug auf die ernsthafte und angewandte Psychonautik ist dieses Entaktogen und Empathogen als Therapeutikum, weil es ungeahnte, aber auch wohl bekannte Qualitäten in der Behandlung traumatisch erkrankter und anderer Patienten aufweist und weil das Potenzial dieser nach wie vor verbotenen Medizin noch lange nicht vollends ausgeschöpft werden kann. Es geht um ein Molekül, das in der Öffentlichkeit als Ecstasy bekannt geworden ist: Willkommen zur Drogeninfo MDMA.

LSD – Das Molekül des Bewusstseins

28. April 2015 um 11:33

Im zweiten Teil unserer Drogeninfo-Serie wollen wir uns einem Psychedelikum widmen, das unsere Gesellschaft, unsere Kultur und damit unsere Welt nachhaltig verändert hat, seit dem es in den 60er-Jahren globale Bekanntheit erlangen konnte. Die Rede ist vom d-Lysergsäure-diäthylamid, kurz: LSD.

„Der Atem ist die Brücke zwischen Körper und Geist“

4. März 2015 um 11:08

Bewusstseinserweiterung ohne die Einnahme von psychoaktiven Substanzen?

Ja, liebe Leserinnen und Leser, das ist möglich. Und zwar gibt es dafür eine Reihe diverser Techniken, wovon einige bereits seit Jahrtausenden rituell-therapeutisch herangezogen werden, um transformierende und heilbringende Bewusstseinszustände zu induzieren.

Sicher die inneren Welten bereisen: ein Reiseführer

27. Oktober 2014 um 10:04

Wenn wir in den Urlaub fahren, bereiten wir uns am besten gut vor und machen uns auf einiges gefasst. Womöglich bereisen wir Gegenden, die wir nie gesehen haben, in denen Menschen leben, deren Kultur eine völlig andere ist als die unsere. Wir müssen uns darauf einstellen, es mit einer fremden Sprache zu tun zu haben, mit fremden Sitten und vielleicht gar mit andersartigen Moralvorstellungen und religiösen Überzeugungen. Bevor wir in den Urlaub starten, müssen wir uns die notwendige Zeit dafür nehmen, bei guter Gesundheit sein, die entsprechende Laune mitbringen, genügend Geld auf dem Konto und auch im Portemonnaie haben, die Flüge oder Fahrten müssen gebucht, die Unterkünfte reserviert werden. Alles vollkommen normale Vorbereitungen, die wir tätigen, um anschließend eine erholsame Urlaubszeit mit maximaler Chance auf Rekreation genießen zu dürfen. So etwa sieht die Planung einer Reise in der äußeren Welt aus, und nicht anders verhält es sich mit den Reisen, die der Psychonaut in den inneren Weltenraum des Geistes unternimmt. Niemand bzw. wahrscheinlich die allerwenigsten würden auf die Idee kommen, einfach spontan und aus einer Lust oder Laune heraus, jetzt sofort ins Auto zu steigen und ohne jede Vorbereitung in ein fremdes Land zu fahren. Und genauso sollte auch mit psychoaktiven Molekülen umgegangen werden, die unseren Geist in andere Gefilde katapultieren. Wie man sich am besten vorbereitet und was es alles zu beachten gilt, schauen wir uns jetzt einmal an.

Research Chemicals

27. Oktober 2014 um 10:03

Research Chemicals (RCs), zu Deutsch „Forschungschemikalien“, ist eine Sammelbezeichnung für Substanzen, die ursprünglich zu Zwecken der pharmazeutischen Forschung kreiert wurden und sich heutzutage explizit deshalb einer sukzessiv größer werdenden Beliebtheit erfreuen, weil sie zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht von der Drogengesetzgebung erfasst wurden und daher frei verkäuflich und folglich „legal“ sind. Selbstverständlich ist der Gesetzgeber permanent darum bemüht, die entsprechenden Substanzen, die im Online-Handel oder im Headshop beispielsweise als Räuchermischungen, Badesalze, Lufterfrischer oder Kakteendünger deklariert zu erwerben sind, schnellstmöglich ins BtMG aufzunehmen. Doch sobald dies geschehen ist, werden einfach molekular-strukturell- sowie wirkähnliche Substanzen designt und ebenfalls fehl- bzw. zweckentfremdet deklariert auf den Markt gebracht.

Nonpharmakologische Techniken der Bewusstseinserweiterung

29. August 2014 um 12:40

Beim Terminus „Bewusstseinserweiterung“ denken die meisten Menschen fast automatisch an psychoaktive Drogen. Jedoch ist die Einnahme psychoaktiver Substanzen nur eine von vielen geistbewegenden Techniken, mit denen sich veränderte Bewusstseinszustände erleben lassen. Und da sie im Gegensatz zu den meisten psychoaktiven Substanzen nicht illegal sind, werden sie präferiert in therapeutischen Settings angewendet. Die Rede ist von den sogenannten nonpharmakologischen Techniken der Bewusstseinserweiterung, zu denen etwa bestimmte Atemtechniken, Meditation, Yoga, Klang, sensorische Reizdeprivation (z. B. Floating) sowie das aus dem Schamanismus bekannte Schwitzhüttenritual gezählt werden können.