Die entheogene Revolution – Vision einer psychedelisierten Welt

4. Mai 2016 um 00:33

Die-psychedelisierte-Gesellschaft

Stellen wir uns eine Gesellschaft vor, in der der Gebrauch von psychoaktiven Stoffen wieder kulturell integriert wäre. Wohlgemerkt: Der Gebrauch von allen psychoaktiven Stoffen, nicht nur von einigen ausgewählten, an denen sich die Staatsgefüge mittels horrender Steuereinnahmen satt stoßen. Denn dann müsste sich ja nichts ändern. Es geht also nicht um die schnelle Fluppe zwischen Mittagstisch und Meeting, nicht um den wochenendlichen Alkoholexzess zum Ausgleich für eine kaum zu ertragende Arbeitswoche in den Fängen und Zwängen der Leistungsgesellschaft.

Psychonauten – Die Reise nach Innen

30. Dezember 2015 um 03:51

Philipp*, 46 Jahre alt, ist ein sogenannter Psychonaut – darunter sind Menschen zu verstehen, die mittels bewusstseinsverändernder Techniken – wozu auch die Einnahme psychoaktiver Substanzen gehören kann – die unendlichen Höhen, Tiefen und Weiten ihrer Psyche ergründen. Was das im Einzelfall zu bedeuten hat bzw. was genau sich der Laie darunter vorstellen kann, erzählt uns Philipp, ein sympathischer Mittvierziger, der seit seiner Jugend mit verschiedenen Bewusstseinszuständen experimentiert – mal mit und mal ohne Drogen.

DMT-Das Molekül des Bewusstseins

30. Dezember 2015 um 03:21

DMT ist ein potentes Entheogen und ein extrem stark wirksames Psychedelikum, das seit Urzeiten von indigenen Ethnien verwendet wird, nämlich in Form des schamanischen Urwald-Trunks Ayahuasca. Aber DMT ist allgegenwärtig und deshalb alles andere als eine exotische Substanz. Im Gegenteil: DMT scheint vielmehr offenkundig einer der normalsten Stoffe der Natur zu sein, weshalb schon der US-amerikanische Chemiker und Psychonauten-Pionier Sasha Shulgin (1925-2014) feststellte: „DMT is everywhere“. Dabei wird DMT auch das Molekül des Bewusstseins genannt und es offenbart dem Experimentatoren Erfahrungsrealitäten, die jenseits des Vorstellungsvermögens unseres Alltagsbewusstseins liegen.

Meskalin

28. Oktober 2015 um 05:52

MeskalinAldous Huxley und Pablo Picasso ließen sich von ihm inspirieren, im Schamanismus ist es als chemisches Prinzip des Pflanzengeists eines Kaktusgewächses seit Tausenden von Jahren bekannt – die Rede ist von Meskalin. Herzlich willkommen zu Teil 5 unserer Drogeninfo-Serie, die sich diesmal mit diesem klassischen psychedelischen Molekül auseinandersetzt. Klassisch ist Meskalin auf zweierlei Weise. Auf der einen Seite, weil es ein typisches Psychedelikum ist. Klassisch aber auch, weil es von allen natürlichen Halluzinogenen für unsere Wissenschaft eines der am längsten bekannten ist. Interessant an diesem Wirkstoff, der in diversen Kakteenarten zu finden ist, ist die Tatsache, dass er vom Wirkprofil her den Psychedelika vom Tryptamin-Typus sehr ähnlich ist, selber aber der chemischen Stoffklasse entstammt, zu der auch die Amphetamine gehören.

Zauberpilze

2. September 2015 um 06:52

Im vierten Teil meiner Drogeninfo-Reihe will ich mich eingehend mit den Psilocybinpilzen und deren psychedelischen Inhaltsstoffen beschäftigen. Die Psilocybin bzw. Psilocin enthaltenden Pilze wachsen weltweit, und auch in unseren Gefilden finden sich viele Zauberpilze, die sich abhängig von Gattung und Art vom Sommer bis in den späten Herbst an ihren Standorten blicken lassen. Das Irrsinnige: Selbst die bei uns heimischen Zauberpilze sind dem Hexenhammer der Drogenprohibition zum Opfer gefallen, das heißt: Das Aufsammeln, Mitnehmen, Lagern, Besitzen, Zubereiten etc. ist komplett illegalisiert, obgleich diese Gewächse zur Flora unserer Heimat gehören. Der Fliegenpilz, um den es in dieser Info nicht gehen wird, ist übrigens nicht verboten. Er enthält auch kein Psilocybin oder Psilocin, sondern Ibotensäure und Muscimol. Beide Stoffe unterliegen nicht den Bestimmungen des BtMG. Auf ins Land der Pilze und Narrenschwämme!

MDMA-Adam, Ecstasy, XTC, Emma

1. Juli 2015 um 06:17

(12) MDMAIm dritten Teil unserer Drogeninfo-Serie besprechen wir eine Substanz, die seit Jahrzehnten sowohl innerhalb der Partyszene, als  auch in der psychonautischen Bewegung konsumiert wird und immer wieder in die Schlagzeilen der Szene-, aber auch der Mainstream-Medien gerät. Besonders wichtig in Bezug auf die ernsthafte und angewandte Psychonautik ist dieses Entaktogen und Empathogen als Therapeutikum, weil es ungeahnte, aber auch wohl bekannte Qualitäten in der Behandlung traumatisch erkrankter und anderer Patienten aufweist und weil das Potenzial dieser nach wie vor verbotenen Medizin noch lange nicht vollends ausgeschöpft werden kann. Es geht um ein Molekül, das in der Öffentlichkeit als Ecstasy bekannt geworden ist: Willkommen zur Drogeninfo MDMA.

„Der Atem ist die Brücke zwischen Körper und Geist“

4. März 2015 um 11:08

Bewusstseinserweiterung ohne die Einnahme von psychoaktiven Substanzen?

Ja, liebe Leserinnen und Leser, das ist möglich. Und zwar gibt es dafür eine Reihe diverser Techniken, wovon einige bereits seit Jahrtausenden rituell-therapeutisch herangezogen werden, um transformierende und heilbringende Bewusstseinszustände zu induzieren.

Sicher die inneren Welten bereisen: ein Reiseführer

27. Oktober 2014 um 10:04

Wenn wir in den Urlaub fahren, bereiten wir uns am besten gut vor und machen uns auf einiges gefasst. Womöglich bereisen wir Gegenden, die wir nie gesehen haben, in denen Menschen leben, deren Kultur eine völlig andere ist als die unsere. Wir müssen uns darauf einstellen, es mit einer fremden Sprache zu tun zu haben, mit fremden Sitten und vielleicht gar mit andersartigen Moralvorstellungen und religiösen Überzeugungen. Bevor wir in den Urlaub starten, müssen wir uns die notwendige Zeit dafür nehmen, bei guter Gesundheit sein, die entsprechende Laune mitbringen, genügend Geld auf dem Konto und auch im Portemonnaie haben, die Flüge oder Fahrten müssen gebucht, die Unterkünfte reserviert werden. Alles vollkommen normale Vorbereitungen, die wir tätigen, um anschließend eine erholsame Urlaubszeit mit maximaler Chance auf Rekreation genießen zu dürfen. So etwa sieht die Planung einer Reise in der äußeren Welt aus, und nicht anders verhält es sich mit den Reisen, die der Psychonaut in den inneren Weltenraum des Geistes unternimmt. Niemand bzw. wahrscheinlich die allerwenigsten würden auf die Idee kommen, einfach spontan und aus einer Lust oder Laune heraus, jetzt sofort ins Auto zu steigen und ohne jede Vorbereitung in ein fremdes Land zu fahren. Und genauso sollte auch mit psychoaktiven Molekülen umgegangen werden, die unseren Geist in andere Gefilde katapultieren. Wie man sich am besten vorbereitet und was es alles zu beachten gilt, schauen wir uns jetzt einmal an.

Research Chemicals

27. Oktober 2014 um 10:03

Research Chemicals (RCs), zu Deutsch „Forschungschemikalien“, ist eine Sammelbezeichnung für Substanzen, die ursprünglich zu Zwecken der pharmazeutischen Forschung kreiert wurden und sich heutzutage explizit deshalb einer sukzessiv größer werdenden Beliebtheit erfreuen, weil sie zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht von der Drogengesetzgebung erfasst wurden und daher frei verkäuflich und folglich „legal“ sind. Selbstverständlich ist der Gesetzgeber permanent darum bemüht, die entsprechenden Substanzen, die im Online-Handel oder im Headshop beispielsweise als Räuchermischungen, Badesalze, Lufterfrischer oder Kakteendünger deklariert zu erwerben sind, schnellstmöglich ins BtMG aufzunehmen. Doch sobald dies geschehen ist, werden einfach molekular-strukturell- sowie wirkähnliche Substanzen designt und ebenfalls fehl- bzw. zweckentfremdet deklariert auf den Markt gebracht.

Nonpharmakologische Techniken der Bewusstseinserweiterung

29. August 2014 um 12:40

Beim Terminus „Bewusstseinserweiterung“ denken die meisten Menschen fast automatisch an psychoaktive Drogen. Jedoch ist die Einnahme psychoaktiver Substanzen nur eine von vielen geistbewegenden Techniken, mit denen sich veränderte Bewusstseinszustände erleben lassen. Und da sie im Gegensatz zu den meisten psychoaktiven Substanzen nicht illegal sind, werden sie präferiert in therapeutischen Settings angewendet. Die Rede ist von den sogenannten nonpharmakologischen Techniken der Bewusstseinserweiterung, zu denen etwa bestimmte Atemtechniken, Meditation, Yoga, Klang, sensorische Reizdeprivation (z. B. Floating) sowie das aus dem Schamanismus bekannte Schwitzhüttenritual gezählt werden können.