Der Zwittergefahr vorbeugen

30. Dezember 2015 um 04:22

Das Phänomen, dass es von einem Lebewesen nicht nur weibliche und männliche, sondern auch zwittrige (hermaphroditische) Exemplare gibt, ist in Flora und Fauna häufig vorzufinden, und sogar beim Menschen kommt es in seltenen Fällen vor. Die Cannabispflanze ist zwar von Natur aus grundsätzlich zweihäusig, d. h. die Pflanzen sind entweder nur männlich oder weiblich, es können aber auch einhäusige (= zwittrige) Exemplare auftreten. Bei manchen Hanfsorten ist die Einhäusigkeit durch selektive Zucht auch fest verankert, so z.B. bei bestimmten Fasersorten.

Cannabinoide, Flavonoide und Terpene

30. Dezember 2015 um 03:40

Über viele Jahre hinweg wurde davon ausgegangen, dass die psychoaktiven und therapeutischen Wirkeffekte des Hanfes überwiegend auf den enthaltenen Cannabinoiden basieren – allem voran auf THC und CBD. Heute weiß man jedoch, dass sich die Pharmakodynamik von Cannabis um ein Vielfaches komplexer gestaltet, als es bis vor einiger Zeit noch angenommen wurde. Denn nicht nur die vielen unterschiedlichen Cannabinoide sind wirksamkeitsbestimmend, sondern auch die im Hanf vorkommenden Flavonoide und Terpene, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei der Cannabis-Wirkung in erster Linie um das Resultat eines synergistischen Wechselspiels der soeben genannten und im Folgenden vorgestellten Wirkstoffe handelt.

Text: Hannes Schinder

Nicht nur im Hanf finden sich Cannabinoide

30. Dezember 2015 um 03:15

Lange Zeit vertraten Wissenschaftler die Ansicht, dass die so genannten Phyto-Cannabinoide, also die pflanzlichen Cannabiswirkstoffe, ausschließlich in den Cannabis-Arten zu finden seien. Erst seit vergleichsweise wenigen Jahren wissen wir, dass diese Moleküle auch in anderen Gewächsen bzw. Pflanzenprodukten existieren, zum Beispiel im Rotwein und in der Schokolade – und dass sie sogar im Körperhaushalt der höheren Tiere und dem des Menschen produziert werden, weil sie dort für lebenswichtige Funktionen benötigt werden, beispielsweise für die Regulierung des Schlafbedürfnisses, des Hungers, des sexuellen Antriebs und so weiter. Heutzutage weiß man allerdings einiges mehr. Nämlich, dass Cannabinoide nicht nur jene Wirkstoffe sind, die wir aus der Hanfpflanze kennen – THC und CBD wären unter anderem solche.

Eingriffe in das Wuchsverhalten

2. September 2015 um 08:05

Während der Wachstumsphase wende ich oft Methoden an, die das Wuchsverhalten meiner Hanfpflanzen beeinflussen. Das Wachstumsverhalten Ziel dabei ist immer ein höherer Ertrag und eine bessere Nutzung des verfügbaren Platzes und des Lichts.

Die Blüteninduktion

1. Juli 2015 um 06:55

(08) Die-BlüteninduktionDie Blüteninduktion – die Einleitung der Blüte – ist ein sehr komplexes Thema. Sie hat schon oft zu Missverständnissen,  Fehldeutungen, Mythen und Schwierigkeiten im Bereich des Anbaus von Cannabis geführt. In diesem Artikel möchte ich über einige dieser Probleme aufklären und einige wertvolle und hilfsreiche Tipps geben.

Eine süße Verführung

3. Juli 2014 um 09:47

Wie schon Tom Hanks in Forrest Gump feststellte, „ist das Leben wie eine Pralinenschachtel”. Manchmal macht man positive Erfahrungen und hin und wieder weniger schöne. Erst die „Mischung aus beiden macht das Leben spannend und lebenswert. Ganz ähnlich ist es auch mit einem Mix aus Cannabissamen, wie er von vielen Seed Banks heutzutage angeboten wird. Sweet Seeds bieten in dieser Saison ihren neuen „Sweet Mix Auto” an und der Grower Tommy G. nutzte die Gelegenheit und brachte 16 Samen zum Keimen, um sich von dieser fruchtigen Mischung süßer Hanfsorten überraschen zu lassen.

Feminisiert und selbstblühend – Die neue Generation der Skunks

1. Mai 2014 um 12:59

Wie verbessert man einen Klassiker? Sensi Seeds führt das immer wieder vor. Das niederländische Unternehmen liebt die Herausforderung, und so hat es die Kunst verfeinert, jeden Fortschritt bei der Technologie der Cannabiszucht in die eigene, ständig wachsende genetische Sammlung einzufügen. Die Errungenschaften von Sensi Seeds haben in der Vergangenheit den Cannabisanbau für zahllose Züchter von Grund auf mitbestimmt, und das werden sie auch in Zukunft tun.

Schöne neue Cannabiswelt?

6. März 2014 um 07:02

Biotechnologische Anwendungen wurden bereits vor Jahrtausenden entwickelt, so z. B. die Herstellung von Wein und Bier mit Hefen und die Verarbeitung von Milch zu verschiedenen Lebensmitteln mithilfe bestimmter Mikroorganismen oder Enzyme. Die moderne Biotechnologie greift auf mikro- und molekularbiologische, genetische bzw. gentechnische Erkenntnisse und Methoden zurück. Dadurch ist es möglich, Herstellungsverfahren für chemische Verbindungen, z. B. als Wirkstoff für die Pharmazeutik oder als Grundchemikalie für die chemische Industrie, Diagnosemethoden, neue Pflanzensorten und anderes zu entwickeln. Jetzt hält diese revolutionäre Technologie auch Einzug in die moderne Cannabiszucht.

Die Mutanten kommen!

4. Juli 2013 um 06:39

Fast jeder, der sich schon länger mit der Kultivierung von Cannabis beschäftigt, wird schon mal mit ihnen konfrontiert worden sein – Mutanten, gendefekte Mutationen Cannabispflanzen, deren Wachstum stark von der Norm abweicht.

Mutationen sind die Folge spontan auftretender Veränderungen der Erbsubstanz. Diese werden durch die Veränderung der Basensequenz eines Gens (Genmutation), eines Chromosoms (Chromosomenmutation) oder der Vervielfachung des Chromosomensatzes einer Zelle (Polyploidie) verursacht. Bereits die Veränderung nur eines Basenpaares kann tiefgreifende Konsequenzen haben: Eine falsche Basensequenz kann zum Einbau einer falschen Aminosäure bei der Proteinsynthese führen, sodass die Funktion des jeweiligen Enzyms bzw. Gens eingeschränkt oder total gehemmt sein kann. Da bei Mutationen das Erbgut verändert wird, werden Mutationen häufig auch auf die Nachkommen der jeweiligen Pflanze vererbt. Mutationen können spontan auftreten (Spontan-Mutation), z. B. durch Fehler bei der identischen Replikation der DNS, oder aber als Folge äußerer Umwelteinflüsse, z. B. durch die Einwirkung radioaktiver Strahlung, UV-Strahlung oder chemischer Gifte (induzierte Mutation). Von einer Mutation zu unterscheiden ist die Modifikation. Diese findet statt, wenn Umwelteinflüsse zu einer Veränderung des Phänotyps, nicht jedoch des Genotyps, führen. Die Modifikation betrifft also nur die äußere Erscheinung der Pflanze und bewirkt keine Veränderung des Erbguts, sie ist nichts anderes als die konkrete Ausformung einer Pflanze an einem bestimmten Standort. Demzufolge werden Modifikationen auch nicht vererbt.

Text & Fotos: Green Born Identity – G.B.I.

Mehr dazu könnt Ihr in Ausgabe 4/2013 der Thcene lesen.

Outdoor-Selektion von weiblichen und männlichen Pflanzen

4. Juli 2013 um 06:07

Die Outdoor-Saison hat gerade begonnen und so mancher Hobbybreeder macht sich seine Gedanken, wie die anstehenden Monate für seine Outdoor-ProjekteOutdoor-Selektion am besten zu nutzen sind. Doch bevor man die Samen schlussendlich produziert, muss man erst einmal die passenden Elternteile selektieren. In diesem Artikel geht es um diese Wahl und darum, was die Selektion unter natürlichen Bedingungen von der Selektion unter der heimischen NDL unterscheidet.

Die Selektion von Elternpflanzen für ein Outdoor-Projekt ist gänzlich anders als die Auswahl für eine zukünftige Indoor-Sorte. Die Vorraussetzungen, unter denen Pflanzen unter natürlichen Bedingungen im Freien wachsen und blühen, sind komplett verschieden und nicht mit dem Anbau unter Kunstlicht zu vergleichen.

Ein Beispiel hierzu: Die alte Schweizer Outdoor-Sorte Erdbeer, oder englisch: Strawberry, wächst im Indoor-Bereich nur sehr langsam und entwickelt nicht das Potenzial, welches sie unter natürlichen Bedingungen zeigt. Auch die Lebanese von Blue Hemp Seeds performt unter freiem Himmel deutlich besser als unter einer künstlichen Lichtquelle. Doch warum ist das so?