Drogenpolitik fängt in den eigenen vier Schrankwänden an

2. September 2015 um 08:15

Mein erster Besuch bei Holle* liegt jetzt gut zwei Jahre zurück. Der End-Dreißiger hatte mich damals nicht nur mit selbst Ehrensache selektierten Strains beeindruckt, sondern auch durch das politische Anliegen, das er mit seinem illegalen Hobby verbindet. Holle ist Überzeugungstäter, er baut sein Gras nicht nur an, weil er gerne kifft. Tagsüber geht er einem „eher öden Job“ nach, abends widmet sich der ambitionierte Hobbygärtner seinem Schränkchen, das er mit viel Liebe und Sorgfalt selbst zusammengezimmert hat. Bei meinem ersten Besuch hatte er gerade aus Marken-Seeds eigene F1-Strains produziert. Dazu hatte er die Männchen auf dem Balkon ausblühen lassen und die Buds nach dem Bestäuben in Klarsichtfolie eingewickelt, um nebenstehende Pflanzen nicht mit zu bestäuben. Den männlichen Pollen hat er dabei mit einem Pinsel außerhalb seiner Growbox aufgetragen. Das Ergebnis waren ein paar hundert Samen, von denen er heute noch „zehrt.“

Eingriffe in das Wuchsverhalten

2. September 2015 um 08:05

Während der Wachstumsphase wende ich oft Methoden an, die das Wuchsverhalten meiner Hanfpflanzen beeinflussen. Das Wachstumsverhalten Ziel dabei ist immer ein höherer Ertrag und eine bessere Nutzung des verfügbaren Platzes und des Lichts.

Der Freund und Helfer

2. September 2015 um 07:40

Orhan* wohnt in Hamburg und hat erst vor ein paar Monaten angefangen zu growen. Als ich ihn besuche, erwartet er mich Freund-und-Helfer mit seinem Freund und Tutor Dirk in der Küche. Während wir die obligatorische Begrüßungstüte rauchen, erfahre ich, dass Dirk seinen Kumpel erst auf die Idee gebracht hat, vom Haschkunden zum Selbstversorger aufzusteigen. Dirk ist erfahrener Indoor-Gärtner, der früher schon einmal ein paar mehr Lampen betreut hat, derzeit aber die Finger vom ehemaligen Hobby lassen muss. Um nicht ganz ohne gutes Gras dazustehen, hat Orhan dann grünes Licht für einen Mini-Grow in seinem Wohnzimmer gegeben. Unter der Bedingung, dass sein Kumpel ihn anlernt und bei technischen Fragen berät.

Indoorkunst aus Bayern

1. Juli 2015 um 07:31

(02) IndoorkunstIn Bayern ist der Anbau von Cannabis angesichts der drakonischen Strafen noch viel verbotener als in den meisten Teilen der  Republik. Der hohe Repressionsgrad ist Grund für die Paranoia, die in Bayern und auch in Baden-Württemberg herrscht, verfolgen die Ermittler doch hier selbst kleine Kiffer bis in die eigenen vier Wände. Deshalb wollte mich Froanz* nicht in seiner Wohnung empfangen, sondern hat ein Treffen über einen gemeinsamen Bekannten arrangiert, der mir eine CD mit den Details seiner Zuchterfolge überreichen und einige Fragen zu Froanz‘ Grow beantworten sollte. Also habe ich mich irgendwo in einem Münchner Café mit dem Schorsch*, der gerne mal von den Blüten seines Freundes nascht, getroffen.

Zu Besuch bei einem holländischen Ca$h-Grower

29. April 2015 um 06:14

Kommerzgrower-(01)Das kleine Holland ist eine große Gartenbaunation. Neben Blumen und Tomaten ist THC-reiches Cannabis die am häufigsten  kommerziell kultivierte Agrarpflanze, allerdings stellt ihr Anbau für den Gärtner ein ständiges Betriebsrisiko dar, vor allem, wenn größere Mengen im Spiel sind. In Blättern wie Highlife und Soft Secrets sind regelmäßig zahlreiche Zeitungssauschnitte aus der holländischen Tagespresse abgedruckt, in denen von der Beschlagnahmung riesiger Indoor-Gärten berichtet wird, nicht selten geht es um Tausende von Pflanzen.

Zehn Dinge, die man im Growshop selten oder nie hören wird

29. April 2015 um 06:09

10-Growgeheimnisse-(03)Trotz des illegalen Status von Cannabis haben sich in Deutschland und im Rest von Europa in den vergangenen 20 Jahren  zahlreiche Growshops etabliert. Mittlerweile gibt es fast in jeder mittelgroßen Stadt im deutschsprachigen Raum einen Laden, der wenigstens die Basis-Ausrüstung für Hobbygärtner anbietet. Wer allerdings im Growshop Hilfe bei Problemen mit der illegalisierten Zucht sucht, darf keine Antwort erhalten, denn Tipps wären juristische Beihilfe zu einer Straftat. Wurde die Rechtslage in den Anfangszeiten der Shops noch nicht so streng interpretiert, tut 2015 jeder Inhaber eines Szene-Shops gut daran, die Worte Hanf, Cannabis, Gramm, Gras, Hasch, BHO zumindest aus dem Ladenbereich zu verbannen. Denn im Laufe des letzten Jahres gab es mindestens gegen drei deutsche Shops und deren Kunden polizeiliche Ermittlungen, weil Angestellte oder Inhaber zum Cannabis-Anbau beraten haben sollen.

Von draußen nach drinnen

28. April 2015 um 12:19

Outdoor-2015-(01)Gabriel* wohnt in einer deutschen Großstadt und ist ein echter Guerilla-Farmer. Er baut seit Jahren immer mal wieder ein wenig Weed für den eigenen Bedarf an. Mal draußen, mal drinnen und in diesem Fall In- sowie Outdoor in einem Erntezyklus. Ich habe ihn im vergangenen Jahr während der Erntezeit besuchen dürfen.

Harzmonster und Trichomwunder

27. Oktober 2014 um 10:19

Wenn es um die Sortenwahl geht, ist ein möglichst üppiger Harzgehalt neben der Ertragsleistung für die meisten Leute ein zentrales Kriterium. Kein Wunder, schließlich ist ein hoher Harzgehalt fast immer gleichbedeutend mit einem hohen THC-Gehalt, also mit starker psychoaktiver Potenz, denn die THC-Moleküle sind in den Drüsenköpfen der Harzdrüsen am stärksten konzentriert.

Nicht aller Anfang ist leicht

29. August 2014 um 14:18

Theo* ist ein typischer „Durchschnittskiffer“, der sich zum Feierabend gerne ein oder zwei Tüten gönnt, jedoch nicht ohne regelmäßige Kiffpausen von mehreren Wochen einzulegen. Doch als ich ihn Anfang des Jahres auf einer „Legalize“-Veranstaltung in Österreich getroffen habe, hatte er gerade eine vierwöchige Abstinenzphase hinter sowie seine erste Indoor-Ernte vor sich. Beim gemütlichen Beisammensein wurde ich dann gebeten, mal einen Blick auf die zehn kleinen Pflanzen zu werfen, denen Theo vor über zwei Monaten im Keller seines Einfamilienhauses Asyl gewährte, weil ihm der Schwarzmarkt im Laufe der letzten Jahre zu schlecht und zu heikel geworden war. Denn, so erzählt mir der Mittdreißiger, er sei jetzt fast am Ende der Blütezeit angelangt und es sähe gar nicht so toll aus wie in den Berichten vom thcene Magazinoder den Fotos, die man im Netz so findet. Also habe ich mich nach dem Treffen zusammen mit dem Neueinsteiger auf den Weg gemacht, um der Ursache seines Problems auf den Grund zu gehen.

Bonanza – eine kleine aber feine Farm

29. August 2014 um 13:36

Während meines letzten Wien-Besuches, über den ich in der vergangenen Ausgabe berichtet habe, musste ich zwischen Growshop-Besuch und Hanfwandertag unbedingt noch einen alten Bekannten besuchen.