Die Mutanten kommen!

4. Juli 2013 um 06:39

Fast jeder, der sich schon länger mit der Kultivierung von Cannabis beschäftigt, wird schon mal mit ihnen konfrontiert worden sein – Mutanten, gendefekte Mutationen Cannabispflanzen, deren Wachstum stark von der Norm abweicht.

Mutationen sind die Folge spontan auftretender Veränderungen der Erbsubstanz. Diese werden durch die Veränderung der Basensequenz eines Gens (Genmutation), eines Chromosoms (Chromosomenmutation) oder der Vervielfachung des Chromosomensatzes einer Zelle (Polyploidie) verursacht. Bereits die Veränderung nur eines Basenpaares kann tiefgreifende Konsequenzen haben: Eine falsche Basensequenz kann zum Einbau einer falschen Aminosäure bei der Proteinsynthese führen, sodass die Funktion des jeweiligen Enzyms bzw. Gens eingeschränkt oder total gehemmt sein kann. Da bei Mutationen das Erbgut verändert wird, werden Mutationen häufig auch auf die Nachkommen der jeweiligen Pflanze vererbt. Mutationen können spontan auftreten (Spontan-Mutation), z. B. durch Fehler bei der identischen Replikation der DNS, oder aber als Folge äußerer Umwelteinflüsse, z. B. durch die Einwirkung radioaktiver Strahlung, UV-Strahlung oder chemischer Gifte (induzierte Mutation). Von einer Mutation zu unterscheiden ist die Modifikation. Diese findet statt, wenn Umwelteinflüsse zu einer Veränderung des Phänotyps, nicht jedoch des Genotyps, führen. Die Modifikation betrifft also nur die äußere Erscheinung der Pflanze und bewirkt keine Veränderung des Erbguts, sie ist nichts anderes als die konkrete Ausformung einer Pflanze an einem bestimmten Standort. Demzufolge werden Modifikationen auch nicht vererbt.

Text & Fotos: Green Born Identity – G.B.I.

Mehr dazu könnt Ihr in Ausgabe 4/2013 der Thcene lesen.

Bargeldloser Hanfkreislauf

4. Juli 2013 um 06:17

Ich habe Steckfried vergangenes Jahr bei einem Besuch im Growshop des Vertrauens kennengelernt, wo er sich vor meinen Augen gerade fünf GewächshäuserSteckis und Stecklingstabletts für fast 300 Pflanzen gekauft hatte. Meine Bemerkung, dafür bräuchte er aber eine große Box, hat er damals mit einem Lächeln und „zwei Quadratmeter, nur Steckis“ beantwortet. Das folgende Gespräch über seinen Nachwuchs war dann so anregend, dass mich Steckfried vor ein paar Wochen zum Ort des Geschehens – der gut versteckt in einer ehemaligen Abstellkammer seines kleinen Häuschens liegt – eingeladen hat.

Outdoor-Selektion von weiblichen und männlichen Pflanzen

4. Juli 2013 um 06:07

Die Outdoor-Saison hat gerade begonnen und so mancher Hobbybreeder macht sich seine Gedanken, wie die anstehenden Monate für seine Outdoor-ProjekteOutdoor-Selektion am besten zu nutzen sind. Doch bevor man die Samen schlussendlich produziert, muss man erst einmal die passenden Elternteile selektieren. In diesem Artikel geht es um diese Wahl und darum, was die Selektion unter natürlichen Bedingungen von der Selektion unter der heimischen NDL unterscheidet.

Die Selektion von Elternpflanzen für ein Outdoor-Projekt ist gänzlich anders als die Auswahl für eine zukünftige Indoor-Sorte. Die Vorraussetzungen, unter denen Pflanzen unter natürlichen Bedingungen im Freien wachsen und blühen, sind komplett verschieden und nicht mit dem Anbau unter Kunstlicht zu vergleichen.

Ein Beispiel hierzu: Die alte Schweizer Outdoor-Sorte Erdbeer, oder englisch: Strawberry, wächst im Indoor-Bereich nur sehr langsam und entwickelt nicht das Potenzial, welches sie unter natürlichen Bedingungen zeigt. Auch die Lebanese von Blue Hemp Seeds performt unter freiem Himmel deutlich besser als unter einer künstlichen Lichtquelle. Doch warum ist das so?

Family Business

30. April 2013 um 06:53

Viele Eltern reagieren immer noch absolut irrational, wenn sie mitbekommen, dass Töchterchen oder Sohnemann zur abendlichen Entspannung auch gerne mal einen durchziehen. Anders jedoch als noch vor 20 Jahren gibt es heutzutage auch eine Menge Mütter oder Väter, die die Aufklärung in Sachen Cannabis aufgrund eigener, positiver Erfahrungen selbst in die Hand nehmen oder ihrem Nachwuchs einfach mal zuhören, wenn es um die Gefahren von Hanf, die Vorzüge gegenüber dem Alkoholrausch und die Geschichte des Hanfverbots geht.

Mega-Verzweigung durch Phasen-Manipulation

30. April 2013 um 06:47

Ein jeder Grower wünscht sich beim Indoor-Growing reich verzweigte, kompakt wachsende Pflanzen. Es gibt eine Reihe von einschlägigen Maßnahmen, dieMegaverzweigung die Verzweigung und kompaktes Wachstum fördern, vor allem wird dies mit dem Beschneiden und/oder Herunterbinden der Pflanzen erreicht. Es gibt aber auch eine wenig bekannte, ganz spezielle Methode, um eine geradezu explosive Verzweigung bei Hanfpflanzen zu erreichen.

Outdoor 2011: Von Dicken Dingern, Dieben und Zwittern – Hanfbauern als Stadtguerilla

1. Januar 2012 um 02:19

Bounty und Dr.G haben ihr Können bereits vor einem Jahr in unserem Outdoor-Growreport der Superlative unter Beweis gestellt (Thcene 02/2011: Urban Grow Legends: Hanf-Anbau im Großstadtdschungel). Auch 2011 war es wieder soweit. Die beiden ambitionierten Heim(lich)-Gärtner haben noch ein wenig zugelegt: Mehr Sorten, mehr Pflanzen, mehr Stellplätze, und das alles mitten in einer deutschen Großstadt. Doch das war auch mit mehr Stress und Ärger verbunden – dazu aber später.

Text & Fotos: Kimo

Ich treffe mich mit den beiden, um die Outdoorernte 2011 zu verkosten und mir nebenbei Notizen für diesen Bericht zu machen. Der Ort unseres Treffens ist gleichzeitig der Arbeitsraum und so kommt es, dass beide während des gesamtem Gesprächs damit beschäftigt sind, die Nachlese ihrer diesjährigen Ernte zu maniküren und danach zum Trocknen aufzuhängen. Eigentlich hatte ich geplant, ein Interview zu führen, doch die Antworten der beiden waren so umfassend, dass neben der eigentlichen Frage eine Menge mehr zur Sprache kam. Und das war so lehrreich und interessant, dass ich es unseren Lesern nicht vorenthalten wollte, auch wenn die eigentliche Frage dabei manchmal in den Hintergrund rückt.