Durch Selbstlosigkeit zum Glück?

4. Mai 2016 um 00:25

Selbstlosigkeit

Wer den Film „The Wolf of Wallstreet“ noch nicht gesehen hat, dem sei dieser Streifen ans Herz gelegt. Er basiert auf dem autobiografischen Roman von Jordan Belfort, einem Aktienhändler, der in den 90er Jahren Millionen mit Betrug und Geldwäsche machte und dafür im Gefängnis landete. Heute kommt es aber immer öfter vor, dass steinreich gewordene Börsenspekulanten kein Glück (mehr) am finanziellen Erfolg empfinden, aussteigen und sich sozialen Projekten widmen, die sie erstaunlicherweise er- und ausfüllen. Stehen wir vielleicht vor einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel?

HG Butzko: Ein paar Worte zur Drogenpolitik…

2. März 2016 um 23:01

Butzko-Drogenpolitik

Würden Captain Kirk und Mr Spock heutzutage in Berlin landen und einen Blick auf die Drogenpolitik der deutschen Bundesregierung werfen, ihr Funkspruch ans Mutterschiff Enterprise anschließend würde lauten:

„Es gibt keine menschliche Intelligenz auf diesem Planeten.“

Zugegeben, einen klaren Blick auf den Drogenkonsum in unserem Lande zu bekommen, ist für einen deutschen Bundestagsabgeordneten nicht so einfach. Kaum steht er morgens auf, muss er erst mal eine Zigarette rauchen, und zwar zwischen den beiden Tassen Kaffee, mit je drei Stück Zucker drin. Was man halt so alles braucht, um den Restalkohol vom Vorabend zu kompensieren.

Dass er selber dabei ein Drogenkonsument ist, stellt er gar nicht mal in Abrede.

War sells – Krieg um jeden Preis

2. März 2016 um 22:52

Krieg-um-jeden-Preis

Vor kurzem schickte uns der Frankfurter Westend Verlag mal wieder ein Buch in der Hoffnung, dass wir es Euch vorstellen. Und obwohl es kein Buch über Cannabis oder eine verfehlte Drogenpolitik ist, fanden wir es extrem spannend, da es ganz neue Hintergründe des globalen Krieges gegen den Terror (der ebensowenig zu gewinnen ist, wie der globale Krieg gegen die Drogen) enthüllt. In den USA erschien das Buch  von James Risen unter dem Titel Pay Any Price – Greed, Power and Endless War, in der deutschen Version heisst es Krieg um jeden PreisGier, Machtmissbrauch und das Milliardengeschäft mit dem Kampf gegen den Terror. Die New York Times schrieb über Risens Buch: „Seine rasante, verständliche Sprache und sein Detailreichtum lassen das Buch wie einen unglaubwürdigen Thriller erscheinen. Die Tragödie ist, dass alles, obwohl unwahrscheinlich, wahr zu sein scheint.“ Und die Frankfurter Allgemeine Zeitung urteilte: „James Risen hat ein beängstigend gutes Buch geschrieben.“ Das sehen wir genauso, weshalb wir das Buch hier in Ausschnitten vorstellen und Euch für eine vollständige Lektüre ans Herz legen.

Die neoliberale Indoktrination

2. März 2016 um 22:41

Neoliberalismus

Der Neoliberalismus ist als Gesellschaftsideologie ein Phänomen. Nicht nur macht er den Armen und Schwachen weis, sie wären an ihrem Elend selbst schuld. Er schafft es auch, dafür zu sorgen, dass das wahre Ausmaß der gesellschaftlichen Armut kaum je an die Öffentlichkeit dringt; dass das Gesundheitssystem trotz immer höherer Ausgaben immer inhumaner wird; dass die soziale Arbeit erodiert und kaum jemand etwas hiergegen unternimmt; dass mittels Stiftungen ein regelrechter „Refeudalisierungsboom“ im Lande tobt und Investoren inzwischen auf die Privatisierung des öffentlichen Bildungssystems abzielen. Zur Frage, wie den Menschen mittels geeigneter Psychotechniken der Geist vernebelt wird, um Widerstand gegen diese unmenschliche Ideologie weitestgehend unmöglich zu machen, sprach ich mit dem Wahrnehmungs- und Kognitionsforscher Rainer Mausfeld.

TTIP im Dunkeln

30. Dezember 2015 um 03:30

Kennt eigentlich jemand Marco Düerkop? Oder Martin Merlin? Carsten Schittek? Birgit Weidel? Klaus Berend? Ulrich Weigl? Christophe Kiener? Nein? Gut, jetzt könnte man meinen, weil man diese Leute nicht kennt, sind das wohl alles Gewinner von »Deutschland sucht den Superstar«. Könnte sein, stimmt aber nicht. Die Leute, die ich aufgezählt habe, sind Vertreter von Industrie- und Wirtschaftsverbänden, also Chemiebranche, Autoindustrie, Banken, Pharmakonzerne usw. – auf gut Deutsch: Das sind Lobbyluder.

Die Privatisierung der Rechtsprechung

30. Dezember 2015 um 03:01

Für einfache Bürger sind Gutachter heutzutage unglaublich mächtige und daher nicht zu unterschätzende Instanzen, die im Hinterzimmer unseres Rechtsstaats über sie urteilen. Auch ihre falschen Urteile werden fast immer rechtskräftig, da die Richter den Empfehlungen der angeblich unabhängigen „Sachverständigen“ in den allermeisten Fällen blind folgen. Was hier im Einzelfall geschieht, passiert durch private Schiedsgerichte in gigantischem Ausmaß – da zahlt dann nicht nur ein Bürger, sondern alle.

Wer genau ist eigentlich ein Wirtschaftsflüchtling?

28. Oktober 2015 um 05:25

Immer wieder müssen wir hören, dass Flüchtlinge unterschieden werden in Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge. Und immer wieder wird diese Unterscheidung von Leuten formuliert, die von Wirtschaft so viel Ahnung haben, wie Prinz Charles vom englischen Königsthron. Nah dran, aber nicht wirklich erfasst.

Ein neuer Kalter Krieg in Europa?

28. Oktober 2015 um 05:10

Dass Wladimir Putin eigene und vom Westen unabhängige Ziele verfolgt, wird hierzulande wahlweise mit Schrecken und Bewunderung wahrgenommen. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind empfindlich gestört, aber doch komplexer, als es auf den ersten Blick aussieht. Das weiß auch George Friedmann, Direktor der US-amerikanischen Denkfabrik Stratfor. Ist ein Krieg zwischen den beiden Staaten wirklich im Interesse der USA?

Armes Deutschland

28. Oktober 2015 um 05:05

Hallo, ich bin Oliver Kalkofe, einer dieser längst vergessenen mediengeilen Z-Promis, die für ein bisschen Aufmerksamkeit absolut alles tun – weshalb ich heute ganz groß die Fresse aufreiße und auf den medialen Mainstream-Zug der naiven Gutmenschen aufspringe.

Russell Brands REVOLUTION

2. September 2015 um 07:14

Ursprünglich machte mich ein australischer Freund auf Russell Brand aufmerksam, der damals noch ganz am Anfang seiner Russel-Brand-Revolution Karriere stand und gerade eine Talkshow aufmischte. Dann sah ich ihn in ein paar gelungenen Hollywood-Filmen und fand ihn erneut überaus amüsant. Erst vor einem guten Jahr schaute ich mir dann die Aufzeichnungen seiner zwei Comedy-Programme an und musste hier und da tatsächlich Tränen lachen – dabei wurde mir aber auch ganz deutlich klar, dass es Russell nicht nur darum geht, Lacher um jeden Preis abzustauben, sondern dass er sich überdurchschnittlich viele Gedanken um die entscheidenden Fragen des Lebens in unserer (westlichen) Gesellschaft macht. Diese hat er inzwischen niedergeschrieben und so ist ein Buch entstanden, dass wir derart lesenswert finden, dass wir es hier recht ausführlich vorstellen.