Götz Widmann: Von Kriegsfilmen und einem glücklichen Leben

2. März 2016 um 22:56

Er rauchte schon vor 20 Jahren Joints auf der Bühne und er liebt das Leben und den Rausch noch immer. Mitte Januar spielte er zwei Konzerte in Folge im legendären SO36 in Berlin-Kreuzberg – auch Klassiker wie „Haschischrauchen macht harmlos“ oder „Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4“ hat er nach wie vor in seinem Repertoire. Viele seiner Lieder sind längst Kult in der deutschsprachigen Hanfszene – und er hat immer noch viel zu sagen. Wir sprachen mit Götz Widmann über die Macht von Musik, Drogen und Politik und erfuhren, warum der Vietnamkrieg sein erklärter Lieblingskrieg ist.

„Der deutsche Rap verkommt zum Schlager“

31. Dezember 2014 um 22:00

Nach einem Jahrzehnt im Untergrund erschien Ende Oktober das Debutalbum 16:9 des Offenbacher Rappers JAM. Er bezeichnet seinen Stil als „ehrlichen Rap“ und hebt sich in der Tat von vielen aktuellen HipHop-Künstlern ab. Wir trafen uns in Berlin mit JAM zu einem Gespräch über Filmmusik, Schlager-Rapper und den „real shit“.

AFROB – „Inzwischen rauche ich nur noch wegen dem Geschmack…“

3. Juli 2014 um 06:04

Schon als kleines Kind kam Afrob nach Deutschland, wo er in Braunschweig, Karlsruhe und Stuttgart aufwuchs. In Stuttgart begann er 1994 seine  Rap-Karriere als Feature-Artist für befreundete HipHop-Crews wie die Massiven Töne, Freundeskreis und die Berliner Spezializtz und führte dann seinen musikalischen Werdegang innerhalb der Stuttgarter Posse Die Kolchose, den FK Allstars (u. a. mit Max Herre, Joy Denalane, Gentleman und Sékou) und bei den Brothers Keepers fort. Eine enge Freundschaft verbindet ihn zudem mit Samy Deluxe, an dessen Soloalben er sich beteiligte und mit dem er auch das gemeinsame Projekt ASD gründete. In letzter Zeit war es etwas ruhiger um den deutschen Rap-Pionier geworden – Ende Mai meldet sich Afrob jedoch mit seinem mittlerweile siebenten Solo-Album zurück. Das nahmen wir zum Anlass, uns mit ihm in Berlin-Kreuzberg zu treffen und etwas ausführlicher über Musik, Politik, Gott und Cannabis zu sprechen.

Sammy Deluxe – Männlich

1. Mai 2014 um 11:37

Samy Deluxe ist zurück um die Welt zu erinnern, dass er immer noch eine feste Größe im deutschsprachigen Rap ist. Er tut dies mit Männlich, seinem neuen Album, dass von der deutschen Hip Hop-Community jedoch mit sehr zwiespältigen Gefühlen aufgenommen wurde.

Hippies der Neuzeit

6. März 2014 um 04:57

Die Berliner Party-Szene ist vielfältig und weltberühmt. In der Hauptstadt wird nicht nur kräftig gefeiert – es werden dabei auch immer verschiedenste Drogen konsumiert. Welche Drogen hier in welchen Partykreisen angesagt sind, ist eine der Fragen, die wir zwei jungen Berliner Partyveranstaltern stellten, die wir um ein ausführliches Gespräch über Partys und Drogen gebeten hatten. Die Brüder Leonard und Matthäus sind erst Anfang zwanzig, aber schon mittendrin im Party-Dschungel Berlins. Ihre liebevoll und aufwendig dekorierten Psychedelic-Trance-Partys ziehen regelmäßig Hunderte Feierwütige an, die fast alle auch noch die eine oder andere Substanz konsumieren. Auch Leo und Matthäus selbst sind gelegentliche Ausflüge in andere Realitäten nicht fremd, sie sprachen mit uns ganz offen über ihre eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Drogen.

Reincarnated-Snoop Lion of Zion

4. Juli 2013 um 04:32

„Whats my muthaF#ck!nʼ name?“ fragte Snoop Dogg, damals noch mit einem „Doggy“ in der Mitte des Namens, 1993 auf der Debüt-Single seines wegweisenden und bahnbrechenden Albums „Doggystyle“. Seitdem ist er dank mehrerer Platin-Alben einer der erfolgreichsten Rapper der HipHop-Kultur geworden – und durch seinen typisch nasalen Reim-Flow auch einer der originellsten. Nach bisher elf Alben, Abstechern in die Filmindustrie, einer eigenen Actionfigur und einem Videospiel, besinnt sich der mittlerweile 41-Jährige nun auf Liebe, Frieden und Harmonie. Unter seinem neuen Pseudonym Snoop Lion steigt der Kalifornier nun mit seinem neuen Album und einer dazugehörigen Filmdokumentation vom Gangsta-Rapper zum Reggaekünstler und Rastafari auf.

Snoop-Lion„Mein Leben findet auf der Bühne statt – egal, ob es sich dabei um die Bühne, auf der ich als Musiker auftrete, oder die Bühne des Lebens handelt…“. Mit diesen Worten eröffnet Snoop Dogg den Dok-Film „Reincarnated“, der seine Wandlung vom gewaltverherrlichenden Gangsta-Rapper mit frauenfeindlichem Weltbild zum von Liebe und Gewaltlosigkeit singenden Reggaekünstler dokumentieren soll. Damit ist eigentlich auch schon klar, worum es bei dieser Wiedergeburt geht: um einen weiteren Abschnitt in der Karriere des cleveren Selbstdarstellers, dem es immer wieder gelingt, sich in einer neuen Verpackung zu präsentieren und die Grenzen der Selbstvermarktung noch ein bisschen weiter auszuschöpfen.

Gentleman-A new day dawn

30. April 2013 um 06:19

Vor Kurzem erschien mit „New Day Dawn“ das sechste Studioalbum des mittlerweile 38-jährigen Kölners, der nach 20 Jahren im MusikgeGentlemanschäft zu einem internationalen Reggae-Headliner avancierte. „New Day Dawn“ ist das bisher persönlichste Gentleman-Album voll eingängiger, mal kraftvoll-dynamischer, mal entspannt-dubbiger Tracks zwischen Roots-Reggae und Elektro-Dancehall, die einem ganz schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Wir trafen den sympathischen Ausnahmekünstler in einem Kreuzberger Apartment und nutzten die Gelegenheit, mit ihm ein ausführliches Gespräch über sein neues Album, Politik und Religion zu führen. Und natürlich wollten wir auch wissen, warum er nicht mehr „dampft“ und was er heute (noch) von Cannabis hält.

Garfunkel and Oates

6. März 2013 um 06:22

Interview: Martin Müncheberg

Heute möchten wir Euch ein weibliches Folk-Duo aus Los Angeles vorstellen, das bei uns noch weitgehend unbekannt ist. Aber selbst hierzulande macht vor allem ihr YouTube-Video „Weed Card“ immer mehr die Runde und in seinem Fahrwasser kann man dann auch gleich noch viele weitere witzige Songs entdecken – wie zum Beispiel „Save the Rich“. Die zwei US-amerikanischen Schauspielerinnen Riki Lindhome und Kate Micucci, die auch schon in Serien wie „The Big Bang Theory“, „Dr. House“, „How I Met Your Mother“ oder „Weeds“ zu sehen waren, machen mit der Zeit aber immer mehr unter ihrem gemeinsamen Bandnamen von sich reden: Garfunkel and Oates.

Wie kam es zu der für Schauspielerinnen ja eher ungewöhnlichen musikalischen Zusammenarbeit zwischen euch?

Kate: Wir waren schon ein paar Jahre lang gut befreundet, als mich Riki anrief und fragte, ob ich ihr dabei helfen würde, zwei Songs für eine Musical-Version ihres Kurzfilms „Imaginary Larry“ zu schreiben. So saßen wir dann irgendwann auf Rikis Couch, schrieben unsere ersten zwei gemeinsamen Songs an einem einzigen Tag und hatten auch noch riesigen Spaß dabei.

Riki: Und trotzdem war es unglaublich leicht. So leicht, wie es danach nie wieder war. Am Anfang waren wir in einem regelrechten Hochgefühl und die Songs purzelten einfach so aus uns heraus – später brauchten wir dann auch schon mal Monate für ein paar richtig gute neue Songs.

Kate: Nachdem sich unsere ersten zwei gemeinsamen Songs an diesem einen Tag aber fast wie von selbst schrieben und wir darüber hinaus auch großen Spaß bei der Zusammenarbeit hatten, war uns klar, dass wir damit nicht aufhören wollten – also machten wir weiter.

Riki: Ich stellte dann einfach mal ein paar Lieder von uns auf meiner YouTube-Seite ein…

protokumpel

5. Januar 2013 um 11:56

13 protokumpel_201301Logan Zufall und tim phonic prallten bei einer Partyschlägerei aufeinander und beschlossen im anschließenden Polizeiarrest, sich von da an nur noch musikalisch die Fresse zu polieren. Ihre Musik-Mische voll tanzbarer Beats und schweißtreibender Arrangements wird durch amüsante deutsche Texte von intelligenter Lässigkeit befeuert und mutiert mit der Zeit zu hochwirksamen Killertracks, die einem einfach nicht mehr aus dem Schädel gehen.

Erfolgreicher Reggae-Re-Import: Alborosie

20. August 2012 um 14:54

Alberto d’Ascola ist nicht gerade ein Name mit dem man ein Reggaestar auf Jamaika werden kann, deshalb ist der in Italien geborene Sänger auch besser unter dem Namen Alborosie bekannt. Und da es in Italien dank Berlusconi politisch betrachtet ohnehin nicht gerade gemütlich ist, zog es den 34-Jährigen schon Anfang des Jahrtausends auf die Karibikinsel. Letzten Sommer erschien sein neues Album „2 Times Revolution“ und längst ist sein Name auch hierzulande wieder in aller Munde – quasi als Reggae-Re-Import.