Die kleine Raucherecke

2. März 2016 um 23:55

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Beat ist Schweizer und hatte jahrelang auf seinem Balkon Cannabis angepflanzt. Jedes Jahr fünf Pflanzen in großen Töpfen. Von der Straße aus waren sie nicht einsehbar und den Nachbarn war es egal, in der Schweiz waren ein paar Outdoor-Pflänzchen seit den 1990er Jahren ein gewohnter Anblick, an dem sich nicht einmal Polizisten gestört haben. Doch die Zeiten des Augen-Zu-Drückens in Sachen Hanfanbau sind auch in der Schweiz passé. Im Sommer 2013 standen zwei Polizisten vor Beats Tür und haben behauptet, sie hätten einen Hinweis aus der Nachbarschaft erhalten. Ob es wirklich die Nachbarn waren oder lediglich der narkotische Geruch der Blüten, hat Beat bis heute nie herausgefunden. Danach waren die Pflanzen weg und Beat um ein paar Franken ärmer.

Trends auf dem Samenmarkt

2. März 2016 um 23:45

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Im Cannabissamen-Business ist es ist wie in jeder anderen Branche auch: Trends kommen und gehen, immer wieder gibt es einen neuen Hype, dem alle hinterherjagen, Anbieter ebenso wie Abnehmer. Während es aber beispielsweise in der Modebranche Gesetz ist, dass mit jedem neuen Jahr auch ein neuer Trend kommt, sind die Trends im Cannabissamen-Business langlebiger, hier gibt es alle paar Jahre das „ganz große neue Ding“, das alle in Aufregung und Verzückung versetzt. Hier ein Überblick über die großen Trends, die es auf dem professionellen Cannabissamenmarkt seit seiner Entstehung in den Niederlanden ungefähr Mitte der 1980er Jahre gegeben hat. Die Perspektive bezieht sich dabei auch primär auf den holländischen Markt, denn hier nahm das legale, kommerzielle Samen-Business seinen weltweiten Anfang.

Cannabis Social Clubs gibt’s bei uns nur illegal

2. März 2016 um 23:42

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Spanien verfügt über Cannabis Social Clubs, deren Mitglieder in einer Art Kollektiv legal Cannabis für den Eigenbedarf und ohne kommerziellen Hintergrund anpflanzen dürfen. In Deutschland bestraft man Eigenbedarfs-Hanfbauern immer noch wie Dealer. Der Grund: Selbst eine Pflanze enthält oft mehr als die „Nicht-Geringe Menge“ von 7,5 Gramm THC und kann deshalb vor Gericht nicht mehr als Eigenbedarf angesehen werden, auch wenn der Richter dem Eigenversorger wohlgesonnen ist. Das hält jedoch immer weniger Menschen davon ab, ihr Gras selbst anzupflanzen.

Der Zwittergefahr vorbeugen

30. Dezember 2015 um 04:22

Das Phänomen, dass es von einem Lebewesen nicht nur weibliche und männliche, sondern auch zwittrige (hermaphroditische) Exemplare gibt, ist in Flora und Fauna häufig vorzufinden, und sogar beim Menschen kommt es in seltenen Fällen vor. Die Cannabispflanze ist zwar von Natur aus grundsätzlich zweihäusig, d. h. die Pflanzen sind entweder nur männlich oder weiblich, es können aber auch einhäusige (= zwittrige) Exemplare auftreten. Bei manchen Hanfsorten ist die Einhäusigkeit durch selektive Zucht auch fest verankert, so z.B. bei bestimmten Fasersorten.

Cannabis Global

30. Dezember 2015 um 04:11

Die professionelle Zucht von Cannabis ist ein ungewöhnlicher Beruf. Als Breeder ist man zum einen darauf bedacht klassische original Hanfsorten und deren Genetik zu bewahren, zum anderen bemüht man sich aber auch, ganz gezielt neue Strains mit aufregenden Eigenschaften zu züchten. Oft erzielt man die besten Ergebnisse mit einer Mischung aus original Genetiken und modernen Kreuzungen. Die positive Entwicklung in der Drogenpolitik hat dazu geführt, dass die Breeder der Samenbanken mittlerweile Zugriff auf genetische Schätze aus aller Welt haben.

Ein kleines Einmaleins der Erfahrung

30. Dezember 2015 um 03:58

Ich treffe mich mal wieder mit Andreas*, der mir als HIV-Patient und langjähriger Grower schon viel Wissen über medizinisches Cannabis, den Anbau und so manch geilen Growreport vermittelt hat. Als ehemaliger Growshop-Mitarbeiter ohne aktuelle Praxis-Erfahrung und Cannabis-Patient mit Growbox sowie viel Erfahrung, wissen wir beide zusammen eine Menge über die Fehler, die in den versteckten Kleinoden der heimlichen Indoor-Gärten unseres Landes gemacht wurden und werden.

Future Clone – Top-Stecklinge zu fairen Preisen

28. Oktober 2015 um 10:57

Future-CloneIn einer früheren Ausgabe (4/13) der thcene berichteten wir bereits über „Das Abenteuer eines Lebens“ – des Lebens von Roman Meidlinger, der in Österreich und in der Slowakei große Hanfplantagen betrieb, bis das illegale Geschäft durch die Gier eines Einzelnen aufflog. Zuvor konnte Roman aber viele Erfahrungen sammeln und lernen, was alles dazugehört, wenn man viele Cannabispflanzen gleichzeitig kultivieren will. Die größte Anlage, die er konzipierte und konstruierte, bestand aus 360 Blühlampen und weiteren 40 Lampen für Mütter und Stecklinge – dafür wurden bis zu drei Stromaggregate benötigt. Etwa alle 10 Tage wurden 900 neue Stecklinge gesetzt und einer der 10 Blühräume abgeerntet – so wurde viel Geld verdient, doch Romans Familie litt unter seiner illegalen Vollbeschäftigung. Nach seiner Verhaftung Ende 2006 entschloss sich Roman, fortan nur noch legalen Geschäften nachzugehen, ohne sich ganz von seiner „Lieblingsblume“ verabschieden zu müssen. Er gründete Future Grow und etablierte sich im Wiener Raum als einer der großen lokalen Player – nun legt er nach und gründet mit Future Clone noch eine weitere Firma. Wir wollten wissen warum und sprachen mit Roman über seine neue Firma und seine geschäftlichen Ziele für die Zukunft.

Wiener Hanfdamen im Aktenschrank

28. Oktober 2015 um 10:41

WienerHanfDamenDer Bedarf nach der hinter dem Alkohol meist gebrauchten, psychoaktiven Substanz wächst ständig. Weil der Cannabis-Anbau  in den meisten Gegenden der Welt aber seit 1961 illegal ist, kommen Technik und Innovationen nicht aus Wissenschaft und Forschung, sondern aus dem Verborgenen. Seit Jahren wird immer weniger aus klassischen Anbauländern wie Marokko, Afghanistan oder Kolumbien nach Europa geschmuggelt. Der europäische Cannabis-Schwarzmarkt blüht unter Kunstlicht. Viele bauen Gras für den Eigenbedarf an. Einige auch aus medizinischen Gründen, andere produzieren für den Schwarzmarkt. Das benötigte Know-how und die Technik sind ungeachtet der Motivation identisch, verboten ist es ohnehin. Auch für Carlos*, der bis vor wenigen Monaten nicht mal eine Yucca-Palme sein Eigen nennen konnte, war der Weg vom Greenhorn zum grünen Daumen nur die logische Konsequenz von Streckmitteln und überteuertem Weed.

Qualitätssteigerung der Blütenstände

28. Oktober 2015 um 10:30

BlütenständeUm die Qualität der Blütenstände zu steigern, haben sich die Düngerfirmen Unmengen an Zusatzstoffen ausgedacht. Viele  Leute vertrauen auf diese meist extrem teuren Zusätze. Oft aber bringen die Stoffe nicht viel oder sind sogar hoch gefährlich. Heim(lich) gärtner verwandeln somit ihr gutes, selbst angepflanztes Gras in ein gefährliches, halbsynthetisches Produkt. Dabei lässt sich auch durch kleine und einfache Tricks die Qualität der Harze, Öle und der Aromen steigern.

LED: Die Zukunft ist jetzt!

28. Oktober 2015 um 10:16

LEDDie Tage werden kürzer, dunkler und kälter: Wieder einmal hat die Indoor-Saison begonnen. Die meisten werden – wie jedes  Jahr – wieder ihre altgedienten HID- (MH- und/oder HPS-) Lampen aus dem Keller holen, um damit in der guten Stube auch die nächste Generation ihrer geliebten grünen Gewächse zu beleuchten. Die vegetative Aufzucht der Sämlinge oder Stecklinge werden sie dabei womöglich auch mit fluoreszierenden Röhren oder CFL-Leuchten durchführen, zumindest in der Frühphase. Soweit das bewährte und weitverbreitete Standard-Szenario.