Biologisch Growen – Für Dich und Deine Umwelt

4. Mai 2016 um 00:45

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Der biologische Anbau von Nutzpflanzen – ganz gleich, ob diese als Nahrungs-, Genuss- oder als Heilmittel vorgesehen sind – erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit, was den ganzheitlich denkenden Gärtner kaum verwundert, birgt der Verzicht auf Kunstdünger, synthetische Pestizide und Co. doch eine beachtliche Vielzahl gesundheitlicher, ökologischer und ethischer Vorteile.

Die wichtigsten davon sind:

  1. Mehr Sicherheit für Gärtner und Verbraucher.
  2. BIO-Produkte sind nahezu frei von gesundheitsschädlichen Rückständen chemischer Pflanzenschutzmittel und folglich gesünder.
  3. BIO-Produkte riechen und schmecken signifikant besser und stärker.
  4. Beim Anbau von BIO-Produkten wird das ökologische Gleichgewicht nicht gestört und das Abwasser nicht mit Chemikalien belastet.

Letztlich kann der BIO-Grow sowohl dem sich selbstversorgenden Klein- als auch dem kommerziell tätigen Großgärtner empfohlen werden. Letzterer scheut sich jedoch bisweilen noch häufig vor einer biologischen Anzucht seiner Pflanzen und greift weiterhin auf konventionelle Dünge- und Pflanzenschutzmittel zurück, was explizit damit zusammenhängt, dass er in Folge eines BIO-Grows geringere Ernten und damit einhergehend finanzielle Einbußen befürchtet. Vielmehr ist es aber so, dass – in Folge optimaler Anbaubedingungen – sogar das Gegenteil eintreten kann, sprich: Die Ernte wird üppiger ausfallen und der Gärtner für seine Mühen belohnt. Ein weiteres Argument, das von einigen konventionell arbeitenden Weed-Bauern immer wieder angeführt wird, ist, dass ihre Produkte wesentlich potenter seien, als solche, die biologisch angebaut werden. Doch auch dieses Argument kann getrost in die Schublade der unwahren Legenden gesteckt werden. Fakt ist nämlich, dass BIO-Gras in vielen Fällen sogar eine höhere Potenz aufweist als konventionelles Gras, was spekulativ möglicherweise dadurch erklärt werden kann, dass biologische Nährstoffsysteme den Pflanzen ein viel breiteres Spektrum wichtiger Elemente zur Verfügung stellen, als es der Kunstdünger vermag, der im Grunde genommen nichts anderes ist, als ein simpel zusammengesetztes Gemisch aus überlebenswichtigen Makro- (Stickstoff [N], Phosphor [P], Kalium [K] u.a.) und Mikronährstoffen (Eisen, Magnesium, Zink u.a.). Zahlreiche Spurenelemente, die in natürlichem BIO-Dünger enthalten sind – etwa Kobalt, Natrium oder Nickel – kommen in konventionellen Düngemitteln für gewöhnlich nicht vor. Vielleicht macht genau das den kleinen aber deutlich spürbaren Unterschied aus.   

Text: Hannes Schinder