Hanf-Zeit: „Promotion für Hanf“

29. April 2015 um 11:48

Hanf-Zeit-(02)Im nordrhein-westfälischen Steinheim wächst schon seit vielen Jahren zertifizierter Nutzhanf, der von den Anbauern auch  komplett verarbeitet wird – die Firma HANF-ZEIT stellt hier nicht nur wertvolles Hanfsamenöl, sondern auch Aromakissen, Tees, Räuchermischungen und CBD-Extrakte her. Wir sprachen mit Gründer und Geschäftsführer Stefan Nölker-Wunderwald.

Was hast du vor der Gründung von HANF-ZEIT gemacht?

Nach der Realschule hier in meiner Region habe ich eine Ausbildung zum Industriemechaniker begonnen, die ich nach dem ersten Jahr abbrechen musste, weil ich recht extreme Rückenprobleme bekam. Damals war ich oft im Krankenhaus und hatte als Schmerzpatient wirklich wenig zu lachen – das ging bei mir schon mit 16 los. Danach habe ich dann eine Ausbildung zum Bademeister gemacht und auch eine ganze Zeit lang hier im Freibad oder in Hallenbädern gearbeitet. Nachdem ich dann meinen Zivildienst absolviert hatte, habe ich direkt meinen eigenen Laden eröffnet: HANF-ZEIT gab es dann zwei Jahre lang als reines Einzelhandelsgeschäft – danach flog ich nach Jamaika und blieb dort für einige Zeit. Ich fing an, dort ein kleines Häuschen zu bauen und hatte eigentlich vor, mich dort ganz niederzulassen. Doch das hat nicht so richtig funktioniert – also kam ich zurück nach Deutschland und habe dann hier wieder richtig in Sachen Hanf losgelegt. Das war Ende der 90er Jahre – also in einer Zeit, in der die Branche boomte und an jeder Ecke Hanfshops aus dem Boden schossen. Überall waren Hanfblätter drauf und trotzdem gab es nirgendwo vernünftige Hanfprodukte – also Produkte, die auch tatsächlich Hanf enthielten. So begannen wir damit uns umzuschauen und die ersten Landwirte zu finden, die Hanf anbauten. So kamen wir dann auch mit den Behörden in Kontakt und begannen, selbst Hanf anbauen zu lassen und daraus verschiedene Produkte zu entwickeln. Und das machen wir nun schon seit 16 Jahren.

Text: Martin Müncheberg

Fotos: Hanf Zeit

Das ganze Interview könnt Ihr jetzt in thcene 03/2015 lesen.