White Siberian

4. März 2015 um 14:02

White-SiberianCannabis als Medizin setzt sich immer weiter durch. Selbst Leute, die vorher nie gekifft haben, entdecken die heilsamen Eigenschaften der Hanfpflanze. Carlos R. (62) aus dem spanischen Toledo versorgt sich seit 2000 selbst mit Hanfblüten, die er erfolgreich bei der Linderung seiner chronischen Schmerzen, Schlaflosigkeit und Angstzustände anwendet. Dabei hat er festgestellt, dass Sorten mit einem ausgewogenen THC/CBD-Verhältnis ihm am besten helfen und seither experimentiert er immer wieder mit verschiedenen Strains – vor allem Indicas. Hier schildert er seinen Growdurchgang mit White Siberian von
Dinafem.

Carlos pflanzt drei bis vier Pflanzen jedes Jahr zwischen Mai und Oktober in seinem kleinen Garten hinter dem Haus an. Dabei greift er auf Samen zurück, in dieser Saison war es wie schon einige Male zuvor White Siberian von Dinafem. Der Grower im Rentenalter verwendet eine Mischung aus Universalerde, Wurmhumus, Perlite, Kokosfaser und eine Basis aus Vulkangestein um Staunässe zu vermeiden. Damit er die Pflanzen während der heißen Mittagszeit aus der Sonne nehmen kann und um sie vor ungewollten Blicken schützen zu können, pflanzt Carlos seine Hanfdamen in jeweils zwei 25-30 Liter fassende, weiße Töpfe. Die doppelten Töpfe sorgen für zusätzliche Kühlung der Wurzeln, weil es in dieser Gegend vor allem in den Sommermonaten sehr heiß wird. Dazu besprüht Carlos die Pflanzen täglich, bewässert sie ohne Ausnahme ausgiebig und stellt die Pflanzen in der größten Hitze in den Schatten. Für die Schädlingsbekämpfung wendet er in der Wachstumszeit Neem-Öl und wenn die Pflanzen Blüten tragen, Bacillus thuringiensis, ein Bakterium das als Pestizid verwendet werden kann, an. Außerdem hilft ihm sein Hund “Kif” bei der Jagd auf Insekten, vor allem gefräßige Grashüpfer fallen den Zähnen des schnellen Vierbeiners zum Opfer.
Auch wenn Carlos der Meinung ist, dass es mittlerweile sehr gute biologische, kommerzielle Dünger gibt, verwendet er bisher nur Wurmerde in der Wachstumsphase und Fledermaus-Guano in der Blüte.

“Da ich Cannabis nicht nur aus Genuss, sondern vor allem für die Linderung meiner gesundheitlichen Beschwerden – u.a. Schlaflosigkeit und Depressionen – anwende, brauche ich eine pflegeleichte Sorte, die einfach anzupflanzen ist und dabei trotzdem die notwendige Wirkung und einen relativ zuverlässigen Ertrag bringt. Bei der Recherche in verschiedenen Internetforen und durch Empfehlung anderer Medizinaluser bin ich auf die White Siberian von Dinafem gestoßen.
Die White Siberian ist eine Mostly Indica Hybridkreuzung und gehört zur Familie der White Widow.
Die Breeder bei Dinafem haben (um White Siberian zu erschaffen) die medizinisch bewährte White Widow mit einer weiteren klassischen Sorte der modernen Cannabiskultivierung – der AK-47 von Serious Seeds – gekreuzt. Das Ergebnis ist laut Dinafem ein sehr robuster und ertragreicher Strain mit kräftigem Aroma und umwerfender Wirkung. White Siberian entwickelt sich von Anfang an sehr kompakt mit vielen robusten Ästen, die in der Blüte vom Stamm bis zur Spitze kompakte Buds bilden.
Die Blätter sind etwas schmaler und von der Farbe etwas heller als bei Indicas üblich. Das ist ein klares Zeichen für den Anteil an Sativa Genetik bei der Sorte. Auch nach mehreren Monaten großer Hitze behält die White Siberian den größten Teil ihres schützenden und grünen Blätterkleids. Carlos schwört auf diesen Strain, den er nun schon in einigen Growdurchgängen verwendet hat.

Text: The Hierbaliser
Fotos: Carlos R./Dinafem

Das ganze Sortenporträt könnt Ihr jetzt in thcene 02/2015 lesen.