Kosher Kush – Die mächtige Königin des Marihuana-Nachgeschmacks

3. Juli 2014 um 10:07

Sie ist der beeindruckende dreifache Seriengewinner 2010–2012 der Indica-Kategorie des High Times Cannabis Cup, und ihr Name stellt eine der wohl besten Alliterationen in der Welt der Cannabis-Sortennamen dar – Kosher Kush.

Sehr eingängig ist er, und er klingt auch etwas zeremoniell, weil er religiöse Assoziationen weckt. Wobei DNA Genetics betont, dass ihr Unternehmen „in jeder Hinsicht nichtreligiös“ ist und keine bestimmte Religion oder Ähnliches begünstigen will. Für Don und Aaron von DNA Genetics bedeutet „kosher“ in ihrem Sprachgebrauch ganz einfach „okay“, sie sagen: „Wir denken bei diesem Wort nicht: „Hey, lass uns in die Synagoge gehen.“ Im Hebräischen bedeutet „kosher“ eigentlich „rein“, z. B. im Zusammenhang mit reinen, sorgfältig zubereiteten Speisen oder der Reinigung von Körper, Seele und Geist – Assoziationen, die man in der Tat auch sehr gut mit Cannabis zusammenbringen kann. Führende jüdische Geistliche haben da jedoch eine andere Auffassung … Nun, Kosher Kush hat zwar einen nichtreligiösen, aber zumindest doch jüdischen Hintergrund: Eine Clique von jüdischen Jugendlichen in Kosher-KushLos Angeles befand sich im Besitz einer umwerfenden Grassorte, die sich treffenderweise Jew Gold (Kosher x OG Kush) nannte, und dieser Strain hatte es in L.A. vor Jahren bereits zu einiger Berühmtheit gebracht. DNA Genetics gelang es, von der „JG Crew“ einen Jew Gold-Steckling zu bekommen. Sie vermehrten diesen in großem Stil und unterzogen die Sorte einem großflächigen Kultivierungstest. Das Ergebnis wurde höchsten Erwartungen gerecht, und DNA brachte diese Sorte dann später unter dem Reserva Privada-Label als Kosher Kush auf den Samenmarkt.

Direkt aus Kalifornien kam Kosher Kush also 2010 – als eine wahre grüne Bombe, die sich anschicken sollte, die Indica-Krone des High Times Cup dreimal hintereinander zu erringen – keine andere Sorte hat jemals eine solche Siegesserie hingelegt. Zudem belegte sie beim Spannabis Cup 2012 den zweiten Platz in der Bio- und den dritten Platz in der Hydro-Kategorie. DNA beschreibt Kosher Kush (nur in feminisierter Form erhältlich) als – im positiven Sinne – „bis zum Himmel stinkend“. Trotz ihrer Indica-Natur wächst sie recht hoch und kann sehr reiche Düngergaben vertragen. Es wird empfohlen, sie zu beschneiden, um das Höhenwachstum einzudämmen und den Ertrag zu steigern, der 450–550 g/m2 betragen kann. Sie benötigt neun bis zehn Blütewochen bis zur Reife und produziert extrem harzige Buds mit einem hohen Blüten/Blätter-Verhältnis, was die Erntearbeit schnell und einfach macht.

 

Text und Fotos: Green Born Identity – G.B.I.

Das ganze Interview könnt ihr jetzt in der thcene 04/2014 lesen