Mista Knista – Zack runter auf Null!

2. Januar 2014 um 10:00

Mista Knista ist diesen Sommer 18 Jahre alt geworden, lebt in seiner Heimatstadt Berlin bei seinen Eltern, und ist deutsch-arabischer Abstammung. Als CiA201401 Beschäftigung gibt er mir lachend „Horizontfinder“ an, während er dabei sein ein Meter langes schwarzes Haar seidig knisternd über die Schulter seines weißen Blazers nach hinten wirft. Wir trinken starken, schwarzen Tee zusammen und warten ein bisschen, bis sich der Rauch verzogen hat.

Mista Knista, hattest du vor deinem ersten Joint schon etwas über Cannabis gehört?

Ja, auf jeden Fall. Seit ich etwa 13 Jahre alt war. Da hatte ich schon in Filmen und in meinem Umfeld davon was mitbekommen. In der Schule gab es auch Drogenaufklärung, danach habe ich mit Freunden darüber sehr angeregt diskutiert. Meine erste Tüte habe ich aber viel später mit 16 geraucht. Vorher bin ich da gar nicht rangekommen.

Wo hast du denn deinen ersten Joint geraucht und wie war das für dich?

Ich war gerade mit einem neuen Kumpel aus der Schule unterwegs, da erzählte er mir plötzlich, dass er kiffen würde, und wenn ich Bock hätte, könnte ich mitmachen. Ich war gerade frisch auf die Schule gekommen und dachte mir, das kann für den Schulanfang nicht schaden, wenn ich den schonmal näher kennenlernen würde, und sagte ihm, dass ich dabei bin. Wir fuhren in einen großen Park, trafen unterwegs noch seine Freundin, die dann losging, um für 20 € was zu besorgen. Nach ein paar Minuten kam sie mit einem Fitzelchen Stein wieder und drehte mit Tabak einen Riesenjoint. Ich hatte vorher nicht mal Zigaretten geraucht und konnte den Rauch gar nicht in meine jungfräulichen Lungen ziehen, das war für mich so eklig! Und dabei hatte ich noch ein bisschen Schiss, dass die beiden mich nun für einen Looser halten würden, weil ich den Rauch nur im Mund behielt. Sie konnten es aber verstehen, als ich mich nach längerem Luftanhalten erklären musste. Deshalb denk ich, habe ich beim ersten Mal eigentlich gar nichts gemerkt. Und es war dann ziemlich langweilig, weil ich ganz starr irgendwas erwartete. Die anderen waren ganz lustig drauf, das hat vielleicht ein bisschen auf mich abgefärbt. Nach diesem furchtbar schmeckenden Erlebnis hat es eine Weile gedauert, bis ich mal wieder was kiffen wollte.

Hattest du vorher schon Erfahrungen mit anderen Drogen gemacht?

Nein, gar nicht. Obwohl, Moment mal … doch! Natürlich hatte ich vorher schon das eine oder andere Bier getrunken, seit ich ca. 13 war. Komisch, dass ich das eben gar nicht als Droge eingestuft habe. Ganz krass bin ich sogar mit Freunden und rotem Wodka auf Sauftouren gegangen, weil das damals gerade voll in war in dem Alter. Dabei bin ich ein paar Mal heftig abgestürzt und konnte es zum Glück wieder leicht sein lassen. Der Geschmack von dem Wodka hat es mir bis ans Lebensende vermiest. Alkohol ist auch heute kein Thema bei mir. Dieser Horizont ist mir zu eng.

Das ganze Interview könnt Ihr in Ausgabe 1/2014 der Thcene lesen