Auf die Dauer hilft nur Sour Power!

Von den vielen Seedbanks, die in den letzten Jahren neu gegründet wurden, ziehen einige ganz besonders das Interesse von Mr. Power-Planter auf sich. Eine davon ist die in Amsterdam ansässige Firma HortiLab. Diese Seedbank, auf dem Samenmarkt vertreten seit 2009, hat sich der Mission verschrieben, ihren Kunden allerbeste New School-Cannabisgenetik zur Verfügung zu stellen. Der Züchter von HortiLab bringt dabei gezielt herausragende Genetik aus Europa und Nordamerika zusammen und ist dadurch in der Lage Sorten zu züchten, die sich in Sachen Aroma, Potenz und Ertrag auf einem absoluten High End-Level bewegen.

Obwohl HortiLab also ein relativ junger Player auf dem weltweiten Samenmarkt ist, hat das Unternehmen bereits eine  stattliche Anzahl von Preisen eingeheimst und sich schnell eine…

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Hanfpflanzen brauchen viel frische Luft

Auf dem Rückweg von der diesjährigen Cultiva habe ich kurz vor der tschechischen Grenze noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt, um mir ein paar legendäre Wiener Strains in voller Blüte anzuschauen. Mein Gastgeber Theo* ist ein sehr erfahrener Grower, der mir in der Vösendorfer Glaspyramide schon im vergangenen Jahr von der kleinen Grow-Kammer erzählt hatte, die er als Hauptverantwortlicher zusammen mit seinen Mitbewohnern zur Versorgung der kleinen Wohngemeinschaft betreibt. Leider waren die Ladys im letzten Jahr zur Zeit der Wiener Hanfmesse noch im Wachstum. Wachsende Hanfpflanzen gibt es in Wien und Umgebung aber genug, weshalb wir uns entschieden haben, die Dokumentation seines Indoor-Gartens um zwölf Monate zu verschieben.

Die letzten Tage auf der Cultiva 2014 verbrachten w…

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Old School vs. New School

Es gibt diverse Cannabis Cups in Holland, den USA und mittlerweile auch Spanien. Was aber geht diesbezüglich in deutschen Gefilden? Natürlich können Deutschlands Cannabisfreunde wegen der Illegalität keine öffentlichen Cannabis-Wettbewerbe veranstalten – was sich im Angesicht der aktuell günstigen weltweiten Gesetzesentwicklung jedoch eines vielleicht gar nicht so fernen Tages ändern könnte. Aber im Untergrund kann man sie mitunter finden: kleine private Cups, bei denen sich befreundete Grower mit den Früchten ihrer Arbeit messen. Und diese sind oft von beachtlicher, international konkurrenzfähiger Qualität, denn längst ist klar: Die Deutschen können nicht nur Wein und Äpfel, sondern auch Spitzengras züchten.

Dank solidem Fachwissen, gewissenhaften Gärtnertugenden, guter Ausrüstung …

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“Mit einer Million lässt sich keine Legalisierung kaufen"

Dass Georg Wurth eine Million Euro für die Cannabislegalisierung bei der Millionärswahl auf Pro7 gewann, ist bekannt – aber wie viel von dem Geld kam beim DHV an? Gibt es jetzt TV-Werbespots für die Cannabislegalisierung, und wo kann man die sehen? Und wann kommt denn nun endlich die Legalisierung? Mitte November letzten Jahres sprachen wir mit Georg über die neuen Möglichkeiten professioneller Lobbyarbeit für Hanf in Deutschland.

Was hat dich als damaliger Grüner Kommunalpolitiker veranlasst, dich schließlich dem Thema Hanf zu verschreiben?

Ich habe mich ja auch schon lange vorher mit Drogenpolitik befasst. Bei mir fing alles 1996 mit einer Selbstanzeige wegen vier Gramm Marihuana an – das war damals eine politische Aktion von mir bei den Grünen, welche auch für reichlich Wind in …

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„Cannabis hat mich ernsthafter gemacht!“

Gerade sitze ich am Landwehrkanal in der letzten Herbstsonne auf der Wiese, als ich bemerke, dass sich der Typ neben mir einen dreht. Sofort kann ich ihn in ein interessantes Gespräch über Gras verwickeln. Antonio ist 21 Jahre alt, kommt aus einem winzigen Dorf in der Nähe von Zaragoza in Spanien, wo er bis vor Kurzem noch bei seinen Eltern lebte. Er studiert jetzt in Berlin Pharmazie, kennt sich, wie er sagt, gut mit Substanzen aus und ist gewillt, mir meine neugierigen Fragen zu beantworten.

Antonio, hattest du schon mal etwas über Cannabis gehört, bevor du es zum ersten Mal konsumiert hast?

Als ich elf Jahre alt war, haben sich die Älteren bei mir in der Schule auf dem Hof hinter vorgehaltener Hand darüber unterhalten, wer schon mal geraucht hat und wer nicht. Die Jüngeren, so…

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Editorial

31. Dezember 2014 um 21:00

Cover-201501Vor knapp zwei Jahren wurde Cannabis im US-Bundesstaat Colorado sowohl für den medizinischen als auch den Freizeitgebrauch freigegeben – dadurch bekam die weltweite Legalisierungsbewegung eine Dynamik wie selten zuvor.

Ein Jahr nachdem die ersten Hanf-Fachgeschäfte eröffnet haben, in denen Cannabisblüten für Erwachsene frei erhältlich sind, wurde nun erstmals Bilanz gezogen. In einer sehr interessanten Artikelsammlung dokumentiert die “Marihuana Industry Group” – ein Netzwerk von Hanf-Unternehmen in Colorado – anhand von zahlreichen Medienberichten die größtenteils positive Entwicklung der wachsenden, professionellen Cannabisszene.

Zweifellos zeigt der Bericht, dass die neu geschaffene Regulierung viel besser funktioniert als die vorher geltende  Verbotspolitik  und dass die von Anfang an übertriebenen Befürchtungen der Legalisierungsgegner nicht eingetroffen sind. Ganz im Gegenteil. Wer sich Sorgen um die Jugend von Colorado gemacht und in der Angst gelebt hat, Kinder und Jugendliche würden nun zu verstrahlten und demotivierten Cannabis-Zombies mutieren, wurde schnell eines Besseren belehrt. Schließlich nimmt der Konsum von Marihuana unter Jugendlichen in Colorado nicht zu, sondern seit 2009 beständig ab. Kifften vor der Legalisierung noch rund 24 Prozent der Schüler, sind es mittlerweile nur noch 20 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung ließ sich auch in Ländern wie z.B. den Niederlanden beobachten, wo es einen regulierten Cannabismarkt gibt.

Wirtschaftlich hat die neue grüne Industrie einen wahren Boom ausgelöst und dafür gesorgt, dass Colorado die niedrigste Arbeitslosenquote in den USA hat und unter Experten als der Bundesstaat mit der besten Wirtschaftsprognose gilt. Da die nicht unbeträchtlichen Mehreinnahmen durch die auferlegten Steuern aus dem Handel mit Cannabis zweckgebunden sind, konnten bereits finanzielle Mittel in Millionenhöhe in die Prävention, das Schulsystem und die Aufklärung investiert werden. Die Steuereinnahmen belaufen sich in dem

5-Millionen-Einwohner-Staat bisher auf über 100 Millionen Dollar und stellen einen wahren Segen für die Haushaltskasse dar.

Würde man diese Zahlen auf Deutschland mit seinen 80 Millionen Einwohnern übertragen, könnte man mit Steuereinnahmen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro pro Jahr rechnen. Doch leider hält die Bundesregierung immer noch hartnäckig an ihrer verfehlten Verbotspolitik fest – und verschließt auch weiterhin die Augen vor der sozialen und wissenschaftlichen Realität. So verwundert es nicht, dass die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler, dem Deutschen Hanfverband wegen dessen Legalisierungs-Werbespots (die seit November in über 200 Städten und 361 Kinos laufen) unterstellt, “auf schäbige Art und Weise mit den Ängsten der Menschen zu spielen”.

Colorado zeigt, dass eine Legalisierung von Cannabis glücken und für Staat und Bevölkerung von Vorteil sein kann – sowohl im sozialen als auch finanziellen Sinne. Deutsche Politiker sollten aufpassen, dass sie nicht wieder die Zeichen der Zeit verpassen.

Denn wer zu spät kommt, den bestraft bekanntermaßen das Leben.

Auf die Dauer hilft nur Sour Power!

1. Januar 2015 um 01:45

Von den vielen Seedbanks, die in den letzten Jahren neu gegründet wurden, ziehen einige ganz besonders das Interesse von Mr. Power-Planter auf sich. Eine davon ist die in Amsterdam ansässige Firma HortiLab. Diese Seedbank, auf dem Samenmarkt vertreten seit 2009, hat sich der Mission verschrieben, ihren Kunden allerbeste New School-Cannabisgenetik zur Verfügung zu stellen. Der Züchter von HortiLab bringt dabei gezielt herausragende Genetik aus Europa und Nordamerika zusammen und ist dadurch in der Lage Sorten zu züchten, die sich in Sachen Aroma, Potenz und Ertrag auf einem absoluten High End-Level bewegen.

Hanfpflanzen brauchen viel frische Luft

1. Januar 2015 um 01:15

Auf dem Rückweg von der diesjährigen Cultiva habe ich kurz vor der tschechischen Grenze noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt, um mir ein paar legendäre Wiener Strains in voller Blüte anzuschauen. Mein Gastgeber Theo* ist ein sehr erfahrener Grower, der mir in der Vösendorfer Glaspyramide schon im vergangenen Jahr von der kleinen Grow-Kammer erzählt hatte, die er als Hauptverantwortlicher zusammen mit seinen Mitbewohnern zur Versorgung der kleinen Wohngemeinschaft betreibt. Leider waren die Ladys im letzten Jahr zur Zeit der Wiener Hanfmesse noch im Wachstum. Wachsende Hanfpflanzen gibt es in Wien und Umgebung aber genug, weshalb wir uns entschieden haben, die Dokumentation seines Indoor-Gartens um zwölf Monate zu verschieben.

Old School vs. New School

1. Januar 2015 um 01:15

Es gibt diverse Cannabis Cups in Holland, den USA und mittlerweile auch Spanien. Was aber geht diesbezüglich in deutschen Gefilden? Natürlich können Deutschlands Cannabisfreunde wegen der Illegalität keine öffentlichen Cannabis-Wettbewerbe veranstalten – was sich im Angesicht der aktuell günstigen weltweiten Gesetzesentwicklung jedoch eines vielleicht gar nicht so fernen Tages ändern könnte. Aber im Untergrund kann man sie mitunter finden: kleine private Cups, bei denen sich befreundete Grower mit den Früchten ihrer Arbeit messen. Und diese sind oft von beachtlicher, international konkurrenzfähiger Qualität, denn längst ist klar: Die Deutschen können nicht nur Wein und Äpfel, sondern auch Spitzengras züchten.

“Mit einer Million lässt sich keine Legalisierung kaufen”

1. Januar 2015 um 00:15

Dass Georg Wurth eine Million Euro für die Cannabislegalisierung bei der Millionärswahl auf Pro7 gewann, ist bekannt – aber wie viel von dem Geld kam beim DHV an? Gibt es jetzt TV-Werbespots für die Cannabislegalisierung, und wo kann man die sehen? Und wann kommt denn nun endlich die Legalisierung? Mitte November letzten Jahres sprachen wir mit Georg über die neuen Möglichkeiten professioneller Lobbyarbeit für Hanf in Deutschland.

„Cannabis hat mich ernsthafter gemacht!“

31. Dezember 2014 um 23:30

Gerade sitze ich am Landwehrkanal in der letzten Herbstsonne auf der Wiese, als ich bemerke, dass sich der Typ neben mir einen dreht. Sofort kann ich ihn in ein interessantes Gespräch über Gras verwickeln. Antonio ist 21 Jahre alt, kommt aus einem winzigen Dorf in der Nähe von Zaragoza in Spanien, wo er bis vor Kurzem noch bei seinen Eltern lebte. Er studiert jetzt in Berlin Pharmazie, kennt sich, wie er sagt, gut mit Substanzen aus und ist gewillt, mir meine neugierigen Fragen zu beantworten.

Hanfdampf in allen Grachten

31. Dezember 2014 um 23:00

Der neu publizierte Coffeeshop Guide Amsterdam 2015, ist das erste Buch das alle Coffeeshops in Amsterdam beschreibt – sozusagen ein Lonely Planet für Coffeeshops. Aber das Buch ist mehr: die Atmosphäre von Amsterdam wird auf besondere Weise wiedergegeben und erzählt warum das Phänomen Coffeeshops hier seinen Anfang nahm. Ein Buch das nur in Amsterdam möglich ist. Wir trafen uns mit den Autoren der Guide zu einem Gespräch, das dann ganz ander als erwartet ausfiel.

Die Strafbarkeit der Beihilfe zum Anbau von Cannabis

31. Dezember 2014 um 22:30

Im letzten Heft wurde ausführlich die Strafbarkeit des Anbaus von Cannabis dargestellt. Dabei ging es um die Strafbarkeit des Haupttäters. Doch wann und wodurch kann man sich wegen Beihilfe zum Anbau strafbar machen? Wo liegen die Grenzen des Noch-Erlaubten? Und wie sieht es vor allem mit der Strafbarkeit in Bezug auf Growshops und den Verkauf von Anbauzubehör aus?

„Der deutsche Rap verkommt zum Schlager“

31. Dezember 2014 um 22:00

Nach einem Jahrzehnt im Untergrund erschien Ende Oktober das Debutalbum 16:9 des Offenbacher Rappers JAM. Er bezeichnet seinen Stil als „ehrlichen Rap“ und hebt sich in der Tat von vielen aktuellen HipHop-Künstlern ab. Wir trafen uns in Berlin mit JAM zu einem Gespräch über Filmmusik, Schlager-Rapper und den „real shit“.

Und plötzlich ist Cannabis in aller Munde

31. Dezember 2014 um 21:30

Österreich prescht in der europäischen Legalisierungsdebatte vor! Nach einer im August gestarteten parlamentarischen „Bürgerinitiative zur Herausnahme von Cannabis aus dem österreichischen Suchtmittelgesetz“, die mittlerweile mit über 27.000 Unterzeichnern auf Platz 3 der erfolgreichsten Bürgerinitiativen jemals liegt, kam Ende Oktober die große Überraschung: Die erst vor einem Jahr ins Parlament gewählte Partei NEOS beschloss bei ihrem Parteitag 2014 offiziell die Aufnahme der Legalisierung von Cannabis und anderen Drogen in ihr Parteiprogramm und entfachte damit eine öffentliche Diskussion, wie sie Österreich in diesem Ausmaß noch nie sah.

„Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien”

31. Dezember 2014 um 21:00

Willy Wimmer gehörte 33 Jahre dem Bundestag an. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium. Von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

In dem folgenden aufschlussreichen Gespräch mit Thomas Wagner äußert sich Wimmer u. a. über die geopolitischen Interessen der USA in Europa, über Helmut Kohl und den Angriff auf die parlamentarische Demokratie. Brisanter Stoff, den es zu lesen lohnt…